Rasseporträt

 

Es gibt viele Hundekenner, die den Japan-Chin als liebenswürdigste, anschmiegsamste, temperamentvollste, bestechendste, aparteste und angenehmste Zwerghunderasse bezeichnen.

 

Mit seinem prächtigen Haarkleid und seiner buschigen Rute, stolziert er leicht und elegant daher. Er bewegt sich so vornehm, als hätte er nicht vergessen, das er einmal der Lieblingshund der japanischen Kaiser und Adligen war.

 

Seine Ahnen stammen vermutlich aus China, wo sie  ausschließlich am Kaiserhof lebten. Sie wurden mit größter Achtung behandelt, und man unterwarf jeden den raffiniertesten Foltern, der es gewagt hatte, sich an einem der kaiserlichen Schoßhunde zu vergreifen.

 

Der Chin kam als Geschenk für den Tenno nach Japan und wurde dort mit gleicher Achtung behandelt. Bald unterhielt, jeder Adlige, der etwas auf sich hielt, eine besondere Zucht in seinem Palast. Und jeder achtete streng darauf, die Hunde nur unter sich zu paaren, das Einkreuzen einer anderen Blutlinie war verboten.

 

Infolge dieser übertriebenen Inzucht wurden die Tiere immer kleiner und zarter - aber man liebte diese Miniaturen, die kleinsten Hunde galten als die kostbarsten. Die Damen hielten sie wie Vögel in Bambuskäfigen und trugen sie in den Ärmel ihrer Kimonos herum.

Iti und Kuma

 

Der Chin wurde in Europa erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts bekannt.

Das erste Chin-Paar in Deutschland „Iti und Kuma“ (von dem Maler Sperling gemalt), war ein Geschenk der japanischen Kaiserin an die deutsche Kaiserin Augusta im Jahre 1880. Leider starb „Iti“ nach einem Wurf, so das der Versuch den Japan-Chin in Deutschland zu züchten fehlschlug

 

Erst der Baronin Ulm-Erbach, Fr. Kopsel und Hr. Kockegesy gelang mit aus Japan importierten Hunden die deutsche Zucht.

Das Rassekennzeichen zeigt einen äußerst lebhaften, eleganten, völlig quadratischen, grazilen und doch kräftig geknochten Zwerghund mit hochgenackter Haltung, verschwenderisch im Haarkleid in weißer Grundfarbe mit schwarzen oder rotgelben, gleichmäßig platzierten Platten.

 

Er ist klug und anhänglich, deshalb ein liebenswerter Freund, auch für ernste Stunden.

 

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